STATION 01
Laborzentrum
Treffpunkt und Einstieg. Wetterstation, Infotafel, Werkbänke. Hier wird ausgegeben, gemessen und am Ende ausgewertet.
Fläche 2Auf der Horner Spitze steht das Grundwasser 30 bis 60 Zentimeter unter der Grasnarbe. Regen versickert kaum – er bleibt. Genau das macht die Fläche zum besten Anschauungsobjekt für die Frage, wie eine Stadt mit Wasser umgeht. Kinder und Jugendliche messen es hier selbst.
Grasnarbe → Oberboden/Klei → Grundwasser 30–60 cm → Torf
Charly führt durchs Gelände. Drei Stufen für unterschiedliche Altersgruppen, Aufgaben zu jeder Station, funktioniert auch ohne Netz direkt auf der Wiese.
Portal öffnen (Zugangsdaten über den Verein) Für Schulklassen, Lehrkräfte und Forschung · 🔒 passwortgeschütztNiederschlag, Bodenfeuchte, Wasserstände und Temperatur als Zeitreihen. Diagramme zum Auswerten im Unterricht, Rohdaten zum Weiterrechnen.
Daten ansehenDas Schwammstadt-Labor Horner Spitze verwandelt eine rund vier Hektar große Fläche in Bremen-Horn in einen außerschulischen Lernort zum Thema Wasser in der Stadt.
Die Fläche liegt im historischen Marschgebiet mit Klei- und Torfböden und ist über den Riensberger Abzugsgraben an das Gewässersystem der Kleinen Wümme angebunden. In den letzten Jahren wechselten sich hier extreme Trockenphasen mit Starkregen ab – der Klimawandel ist auf dieser Wiese messbar.
Ein Teil der Horner Spitze ist als Naturschutzfläche gesichert – mit Röhrichten und Ruderalfluren, die sich weitgehend ungestört entwickeln dürfen. Das Labor macht diese Fläche behutsam zugänglich und erfahrbar: Was bedeutet es eigentlich, wenn Natur Vorrang hat? Warum darf hier nicht gemäht, nicht gebaut, nicht eingegriffen werden – und was entsteht gerade deshalb?
Entlang einer Lernroute entstehen fünf Stationen. Kinder und Jugendliche erheben dort eigene Messreihen: Niederschlag, Bodenfeuchte, Wasserstände, Temperatur. Aus den Daten wird verständlich, warum Grünflächen für eine Stadt lebenswichtig sind.
Die Route folgt dem Gefälle des Geländes – von Südwest nach Nordost steigt es um gut 24 Zentimeter. Wenig, aber genug: Das Wasser weiß, wohin es läuft.
STATION 01
Treffpunkt und Einstieg. Wetterstation, Infotafel, Werkbänke. Hier wird ausgegeben, gemessen und am Ende ausgewertet.
Fläche 2
STATION 02
Ein aufgeschnittenes Bodenprofil im Schaukasten. Wie schnell schluckt Klei einen Liter Wasser? Und Torf?
Fläche 3b
STATION 03
Die Senke, die sich nach Starkregen füllt. Wasserstände ablesen, Rückgang über Tage verfolgen.
Südlicher Bereich
STATION 04
Der Riensberger Abzugsgraben. Abfluss, Temperatur, Kleinlebewesen – der Weg des Wassers zur Kleinen Wümme.
Südöstlicher Rand
STATION 05
Was wächst, wenn man nichts macht? Am Rand der Naturschutzfläche beobachten Gruppen, wie sich Röhricht und Ruderalflur ohne Eingriff entwickeln – Sukzession live, über die gesamte Laufzeit.
Fläche 3Drei Blicke in die Zukunft der Stationen – als Visualisierung, erstellt zur Planung. Gebaut wird ab Herbst 2026.
Das Laborzentrum: Treffpunkt mit Wetterstation, Werktischen und Infotafel.
Die Bodenstation: ein Schaukasten macht das Bodenprofil begreifbar.
Die Gewässerstation am Riensberger Abzugsgraben mit Keschersteg.
Klassische Versickerung funktioniert hier nicht – die Torfschichten sind zu dicht, das Grundwasser zu hoch. Rückhalt an der Oberfläche dagegen funktioniert hervorragend. Diese Eigenart ist kein Nachteil, sondern der didaktische Kern des Projekts: Schwammstadt heißt nicht „wegleiten“, sondern „halten“.
Die Horner Spitze liegt im alten Überschwemmungsland der Wümme. Was heute Klimaanpassung heißt, war hier jahrhundertelang Alltag – und manchmal Katastrophe.
Die Marsch wird entwässert: Fleete und Abzugsgräben – auch der Riensberger Graben – machen aus Sumpf Weideland.
Die Wümmewiesen unter Wasser – gewollt. Das Überschwemmungsland schützt die Stadt und düngt die Wiesen.
Die Februarsturmflut trifft Bremen. Sie zeigt, was passiert, wenn Wasser keinen Raum mehr hat.
Dürresommer und Starkregen im Wechsel – auf dieser Wiese messbar. Genau hier setzt das Labor an.
Für Bremen liegen hervorragende amtliche Klimadaten vor – gemessen am Flughafen, gerechnet für die ganze Stadt. Was fehlt, ist der Ort, an dem Kinder und Jugendliche diese Zahlen mit eigenen Händen überprüfen können. Genau das leistet das Labor.
Und wir? Die nächste DWD-Station steht am Flughafen, zehn Kilometer entfernt. Auf der Horner Spitze messen Kinder und Jugendliche selbst: Regenmesser, Pegel und Bodenfeuchtesensoren an den Stationen liefern die lokalen Werte – und der Vergleich mit den amtlichen Daten wird zur Unterrichtseinheit.
Unsere Messwerte →Die Horner Spitze liegt im Ortsteil Horn an der Grenze zu Schwachhausen – dort, wo Bremens dicht bebaute Gründerzeit- und Nachkriegsquartiere auf das offene Marschland zulaufen. Im Stadtteil Horn-Lehe leben rund 26.000 Menschen; Universität, Technologiepark und mehrere Schulen liegen in Rad-Entfernung.
Stadtklimatisch ist die Fläche kein Randstück, sondern Infrastruktur: Laut Klimafunktionskarte gehört sie zum durchgängig höchstbewerteten Grünkomplex im Bremer Osten. Die hier nachts entstehende Kaltluft fließt in die südwestlich angrenzenden Wohnquartiere Neu-Schwachhausen und Riensberg – amtlich ausgewiesener Kaltlufteinwirkbereich. In Hitzesommern ist die Wiese damit die Klimaanlage der Nachbarschaft.
Zusammen mit Rhododendronpark, Botanischem Garten und dem Grünzug zur Kleinen Wümme bildet die Horner Spitze ein zusammenhängendes Freiraumband – und ist zugleich dessen einziger Baustein, auf dem Umweltbildung mit eigener Datenerhebung stattfindet.
Alles, was auf der Wiese gemessen wird, landet im offenen Datenportal – als Zeitreihen und Diagramme, die Schulklassen direkt im Unterricht auswerten können.
Alle Formate sind kostenfrei und werden von pädagogischen Fachkräften begleitet. Termine nach Absprache, auch als mehrtägige Projektwoche.
Die Grundausstattung ist durch BINGO! Die Umweltlotterie gesichert. Damit das Labor wachsen kann – mehr Messtechnik, mehr Gruppen, mehr Termine – zählt jede weitere Unterstützung.
Schulen, Kitas und Bildungsträger können das Labor fest in ihre Arbeit einbauen – kostenfrei und begleitet.
Ob Messgerät, Baumaterial oder Honorar für eine Workshop-Reihe – Ihre Spende kommt direkt auf der Wiese an.
Die Kooperationen befinden sich in Abstimmung und werden nach Abschluss der Vereinbarungen hier benannt.
Schreiben Sie uns, welche Klassenstufe und welcher Zeitraum in Frage kommt – wir schlagen ein passendes Format vor. Familien und Einzelbesucher:innen sind zu den Öffnungszeiten der Kinder- und Jugendfarm willkommen.
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